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Wissensbeitrag

ISO 9001 Rückverfolgbarkeit: Was Unternehmen beachten müssen

ISO 9001:2015 Kapitel 8.5.2 stellt Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Produkten und Materialien. Für Werkstoffzeugnisse bedeutet das: strukturierte Archivierung und klare Zuordnung.

Was ist Rückverfolgbarkeit nach ISO 9001?

Rückverfolgbarkeit (engl. traceability) ist die Fähigkeit, den Verlauf, die Anwendung oder den Ort eines Gegenstandes anhand aufgezeichneter Kennzeichnungen zu verfolgen.

Im Kontext von Werkstoffzeugnissen bedeutet das: Ein Unternehmen muss zu jedem verarbeiteten Material nachweisen können, welches Werkstoffzeugnis vorlag, welche Charge verwendet wurde, und in welchem Produkt das Material verbaut ist.

ISO 9001 Klausel 8.5.2 — Identifikation und Rückverfolgbarkeit

Klausel 8.5.2 fordert, dass Organisationen:

  • ·Ausgaben identifizieren (z. B. durch Artikel-/Chargennummer)
  • ·Den Status in Bezug auf Anforderungen überwachen
  • ·Dokumentierte Informationen als Nachweis der Rückverfolgbarkeit aufbewahren
  • ·Auf Anforderung des Kunden die Rückverfolgbarkeit sicherstellen

Praktische Umsetzung: Werkstoffzeugnisse und ISO 9001

1. Eingangskontrolle

Bei Wareneingang Zeugnis auf Vollständigkeit (Typ, Chargennummer, chemische/mechanische Werte) prüfen und im System erfassen.

2. Verknüpfung

Zeugnis mit Bestellnummer, Lieferschein und internem Materialcode verknüpfen. So ist das Zeugnis jederzeit über den Materialfluss auffindbar.

3. Fertigungsrückverfolgung

Bei der Fertigung Materialcharge mit Fertigungsauftrag, Bauteil oder Los dokumentieren.

4. Archivierung

Zeugnisse revisionssicher und mit konfigurierter Aufbewahrungsfrist archivieren — zugänglich für Audits und Reklamationen.

FAQ

Was fordert ISO 9001 konkret zur Rückverfolgbarkeit?

ISO 9001:2015 Klausel 8.5.2 fordert, dass Organisationen Ausgabe-Informationen zur Rückverfolgbarkeit identifizieren, überwachen und kontrollieren. Für Werkstoffzeugnisse bedeutet das: jedes verwendete Material muss mit seinem Zeugnis verknüpfbar sein.

Ist die Rückverfolgbarkeit nach ISO 9001 immer Pflicht?

Nein — ISO 9001 fordert Rückverfolgbarkeit nur, wenn sie eine Anforderung ist (gesetzlich, regulatorisch, vertraglich). Viele Unternehmen führen sie aber freiwillig als Best Practice ein.

Wie dokumentiert man Rückverfolgbarkeit audit-sicher?

Werkstoffzeugnisse müssen mit Produktionslosen, Fertigungsaufträgen oder Bauteilen verknüpft sein. Der ZeugnisManager speichert diese Verknüpfungen revisionssicher und macht sie beim Audit auf Knopfdruck abrufbar.

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